Georg Fortmeier kandidiert wieder

Der SPD-Politiker erhielt bei der Wahlkreiskonferenz im Berghotel Quellental von Steinhagen am Samstag 52 von 54 Delegiertenstimmen. Unter starkem Beifall versprach er: „Ab heute Mittag beginnt der Wahlkampf. Ich setze auf Sieg und nicht auf Liste.“ Das Land brauche weiterhin die Politik von Hannelore Kraft, die den sozialen mit dem wirtschaftlichen Fortschritt verbinde und die innere Sicherheit gewährleiste. Der Landtagsabgeordnete erwähnte den Strukturwandel an Rhein und Ruhr mit der Verabschiedung aus Kohle und Stahl. Er setzte auf erneuerbare Energien und andere Produktionsketten, „die den Menschen in NRW zukunftssichere Arbeitsplätze bieten“. Aber nicht nur Industrie 4.0 sei gefragt, sondern auch Arbeit 4.0. Denn nicht der Mensch sei für die Technik da, sondern die Technik für den Menschen. Das Gleichauf mit der CDU in den Umfragewerten wollte Fortmeier nicht überbewerten, weil er sich davon überzeugt zeigte, dass die SPD wieder stärkste Fraktion in Düsseldorf werde. Scharf griff der Redner die AfD an, die seiner Meinung nach die Ärmsten gegen die Armen ausspiele und statt sozialen Lösungen ihre politische Agenda in Menschenfeindlichkeit verpacke. Als wichtig stellte Georg Fortmeier heraus, dass zum Schuljahresbeginn 50 Prozent der Schüler Ganztagsschulen besuchen werden. Er versicherte den Lückenschluss der A 33 und den Breitbandausbau in Ostwestfalen-Lippe. Die Universität und Fachhochschule Bielefeld würdigte er als wissenschaftliches Zentrum und die bevorstehende praktische Ausbildung von 60 Medizinstudenten der Ruhruniversität im Johannes-Wesseling-Krankenhaus von Minden als großen Fortschritt. Der SPD-Kreisvorsitzende Hans Feuß (Harsewinkel), der die Bielefelder SPD-Unterbezirksvorsitzende Wiebke Esdar begrüßte, sagte voraus: „Wenn Bielefeld und der Kreis Gütersloh zusammenarbeiten, kann Großes daraus werden.“ Der Bürgermeister von Steinhagen, Klaus Besser (SPD), erwies sich als zügiger Versammlungsleiter. Er empfand, die Landespolitik sei unter Innenminister Ralf Jäger (SPD) seit 2010 wieder kommunalfreundlicher geworden.

Pressespiegel: Die Glocke, 26.6.2016

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