Georg Fortmeier fordert ergänzende Betreuungsmöglichkeiten SPD macht sich für Alleinerziehende stark

Das Armutsrisiko für Alleinerziehende wächst seit Jahren und ist vor allen Dingen ein Problem von Müttern. Oftmals gelingt es nicht, Kindererziehung und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das Modellprojekt „Sonne, Mond und Sterne“ aus Essen zeigt, wie ergänzende Kinderbetreuung Alleinerziehenden und ihren Kindern hilft, aus der Armutsspirale zu entkommen. SPD-Landtagsabgeordneter Georg Fortmeier möchte das Konzept aufgreifen und weiter ausdehnen.

Auch in Gütersloh haben betroffene Alleinerziehende eine Petition auf den Weg gebracht. „Brandbriefe“ nennt sie der Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV). Ziel ist es, Kinderbetreuung in den Familien auch zu außergewöhnlichen Zeiten anzubieten. Denn viele Kinderbetreuungsangebote decken nur die Zeiten von 8-16:30 Uhr ab. So bleiben große Betreuungslücken, die es Eltern im Schichtdienst oder im Einzelhandel unmöglich machen, zu arbeiten.

Die SPD im Landtag hat das Thema aufgegriffen und im Familienausschuss zusätzliche 5 Millionen Euro beantragt, um weitere Betreuungsangebote schaffen zu können: „Etwa 40 Prozent der Alleinerziehenden in Nordrhein-Westfalen sind auf staatliche Hilfe angewiesen – und das, obwohl viele gerne arbeiten würden. Mit dem Geld könnten in allen Städten und Kreisen, die Brandbriefe erhalten haben, Angebote geschaffen werden“, sagt Georg Fortmeier.

In Essen arbeiten die Betreuungspersonen ehrenamtlich mit einer Aufwandsentschädigung. Die SPD wolle jetzt Modelle mit unterschiedlichen Qualifikationsprofilen und Vergütungssystemen erproben. Letztlich soll die ergänzende Randzeitenbetreuung gesetzlich verankert werden: „Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein. Es geht darum auch für Alleinerziehende Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren“, ist sich Fortmeier sicher. Davon profitiere die gesamte Gesellschaft. Das Essener Projekt habe gezeigt, dass aus Hartz IV-Empfängerinnen Fachkräfte werden könnten. Das sei letztlich kostengünstiger als langfristig Transferleistungen zu zahlen. Die SPD werde aus der Opposition weiter Druck machen, um Alleinerziehenden besser helfen zu können.

 

Eine Übersicht über die Brandbriefe in NRW findet sich hier:

https://weact.campact.de/efforts/arbeit-statt-armut

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