Mehr Mobilität für Schüler

Beim Spargelessen: Im Gasthof Zurmühlen informierten sich die Genossen aus Werther und Borgholzhausen über das Thema »Schülerticket«

Die Idee der Sozialdemokraten ist, das Schulwegticket, das es bereits gibt, auszuweiten. Die Schüler ab Sekundarstufe I sollen damit nicht
nur wie bisher von ihrem Zuhause in die Schule und zurück fahren dürfen. „Gegen einen Aufpreis von zehn Euro, den die Eltern tragen, soll das Ticket ab 14 Uhr im gesamten Kreis und im Bielefelder Stadtgebiet für Fahrten genutzt werden können“, so Syassen. Für das zweite Kind pro Familie wären fünf Euro fällig, alle weiteren müssten keinen Aufpreis mehr zahlen. In den Genuss des neuen »Schülertickets« sollen auch Kinder kommen, die bisher keinen Anspruch auf ein Schulwegticket haben, weil ihr Zuhause zu nah an der nächstgelegenen Schule liegt. Für sie wären beim ersten Kind 20 Euro fällig.
Beim Kreisgebiet und der Stadt Bielefeld soll es nach dem Plan der SPD nicht bleiben. „Ziel ist, dass das Ticket in ganz OWL genutzt werden kann“, so Syassen. Jetzt will sich auch die SPD in Werther mit dem Thema beschäftigen. „Wir wollen auch die Eltern und Schüler einbeziehen“, kündigte der Ortsvereinsvorsitzende Gert Klages an.
Sowohl für Werther als auch Borgholzhausen gilt: Keine der Städte ist Schulträger bei den weiterführenden Schulen. Positive Beschlüsse der Ausschüsse und Räte können nur Empfehlungen an den Kreis
sein, der letztlich entscheidet. Die ÖPNV-Dienstleister hätten nichts zu verlieren: „Durch das Schulticket würden sie 1,5 Millionen Euro pro Jahr mehr einnehmen“, so der Borgholzhausener Ortsvereinsvorsitzende Harald Meierarnd.

Pressespiegel: Haller-Kreisblatt, 23.05.2016

Integration nach Plan

Staatssekretär und SPD-Abgeordnete holen sich Anregungen vor Ort

Denn nach Ansicht von Georg Fortmeier läuft dieses Segment im Altkreis Halle gut. Die stellvertretende Leiterin Sylvia Feld, die mit weiteren Expertinnen auf dem Podium im Steinhagener Ratssaal Platz genommen hatte, machte denn auch die Vielfalt der Kurse vom Alphabetisierungs- bis zum 660 Stunden umfassenden Integrationskurs deutlich. Sie sagte aber auch: »Sprache muss man einsetzen können. Und dafür ist soziale Teilhabe nötig, etwa beim Sport, beim Kochen oder bei weiteren Veranstaltungen mit den Alteingesessenen.«

Zuallererst müsse den Flüchtlingen aber Sicherheit gegeben werden: »Wir müssen sie begleiten, denn erst, wenn die emotionale Sicherheit da ist, ist man offen, um Sprache zu lernen«, betonte die Leiterin des Kreisfamilienzentrums in Borgholzhausen, Ina Hirch. Dabei seien die Ehrenamtlichen besonders gefragt. Auch technische Mittel helfen: Kommunikation mit den Flüchtlingen läuft in Borgholzhausen sogar über Whatsapp – so erreicht Ina Hirch die Flüchtlinge, und so haben die Flüchtlinge jederzeit einen Ansprechpartner: Selbst dann, wenn sie sich mit dem Bus verfranst haben.

Jutta Klauke-Holste weiß als Sprachkursleiterin, wie wichtig die Kurse auch sind, um Struktur zu geben, um Kenntnisse, letztlich Werte des neuen Landes zu vermitteln: »In Steinhagen gibt es einen Kurs speziell für Frauen. Nicht nur, dass die Kinder betreut werden. Die Frauen stellen in diesem Rahmen viele Fragen, die sie sonst vielleicht nicht stellen würden. Und neben dem Lesen-, Schreiben- und Deutschlernen bekommen sie Interesse an Dingen, die sie noch nicht kannten. An Kitas etwa.«

Wie wichtig der Spracherwerb ist, machte Fridon Ahamdi deutlich: Der afghanische Flüchtling spricht zwar gut Englisch und hatte immer schon für andere übersetzt. »Aber mit Englisch kommt man nicht überall weiter. Ich wusste: Ich muss Deutsch lernen«, sagte er. Innerhalb von zwei Monaten hat er sich schon gute Kenntnisse angeeignet: »Ich hatte eine gute Lehrerin«, sagt er.

Verbesserungsbedarf gibt es allenthalben. Das machten alle auf dem Podium klar: vor allem, was Verbraucherinformationen und Hilfe im Alltag betrifft. Die Kursleiter sind eben Ansprechpartner für alle Probleme – auch wenn es etwa mit dem Asylantrag beim BAMF nicht vorwärtsgeht.

Aus den Reihen der Zuhörer im Steinhagener Ratssaal gab es ebenfalls viel Bedenkenswertes für die Landespolitiker. Zum Beispiel die Forderung, das Fach »Deutsch als Fremdsprache« (DAF) durch Anerkennung als öffentliches Lehrfach – bislang können viele Lehrende nur auf Honorarbasis tätig sein, weil ihnen der Master of Education verwehrt war. Ein weiterer Vorschlag: Es müsste außerhalb der Kurse Foren geben, in denen die Flüchtlinge die neuerworbene Sprache auch trainieren können.

In einem Referat hob Staatssekretär Thorsten Klute die Bedeutung von Integration hervor – als Antwort auf viele Probleme, letztlich auch auf den aufkommenden Nationalismus überall in Europa, der seiner Meinung nach viel mit dem Gefühl von Lebensunsicherheit angesichts der Krisen in der Welt zu tun hat. Doch Integration funktioniere nicht von heute auf morgen – aber sie funktioniere, so Klute. Er belegte das mit statistischen Daten. Und er sagte auch: Wo man viel in Integration investiere, sei der Erfolg auch groß.

Pressespiegel: Westfalen-Blatt,20.05.2016

Georg Fortmeier

Ich bin ein gebürtiger Paderborner und habe hier in Bielefeld nicht nur mein Zuhause sondern meine Heimat gefunden. Seit jeher bin ich ein sehr politischer Mensch. Es hat mir nie gereicht, Dinge nur zu kritisieren – nein, ich wollte immer selbst gestalten und verändern. Mich beteiligen. Mein besonderer politischer Schwerpunkt ist ganz sicher die Wirtschaftspolitik. Die Herausforderungen und Probleme, die es noch immer in der Wirtschaftspolitik gibt, kenne ich daher sehr gut. Und ich habe mich immer für mein Zuhause und die Menschen, die hier leben, eingesetzt. Seit dem Jahr 2010 tue ich dies nun im Landtag NRW, als die Vertreter des Wahlkreises 94. Ich arbeite jeden Tag daran, eine starke Stimme für unsere Interessen im doch manchmal fernen Düsseldorf zu sein.