Pressespiegel:
Autositzschalen und Abfallgefäße
Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky zu Gast bei der Firma Craemer

Kreis Gütersloh/Herzebrock-Clarholz (nw). Zahlreiche erfolgreich geführte mittelständische Unternehmen sorgen dafür, dass Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen eine der wirtschaftlich stärksten Regionen des Landes ist. Davon überzeugte sich kürzlich vor Ort Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Seine erste Station war die Herzebrock-Clarholzer Firma Craemer. Teilnehmer dieses Informationsbesuchs waren Siegbert Geldner, Geschäftsführer Produktion und Technik, der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Fortmeier, Bürgermeister Jürgen Lohmann und Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Gütersloh.
Unternehmenschef Dr. Achim Brandenburg stellte zunächst die Craemer Gruppe vor, die insgesamt 600 Beschäftigte (480 in Herzebrock) hat, in 2011 eine Gesamtleistung von 175 Millionen Euro erzielte und für dieses Jahr 180 Millionen Euro anpeilt. Begonnen hatte das Stammwerk, die Paul Craemer GmbH, vor 100 Jahren als Press- und Stanzwerk. Im Metallbereich produziert Craemer heute vor allem für die Autoindustrie. „Nur Wenige wissen, dass wir heute als Automobilzulieferer einer der größten Teilehersteller in Europa sind“, erklärte Brandenburg, „die Autositzschale ist ein besonderer Schwerpunkt.“ Ein weiterer wesentlicher Bereich des Unternehmens ist die Produktion von Paletten und Abfallgefäßen aus Kunststoff.
Bei ihren Aktivitäten ist die Geschäftsführung besonders stolz auf ihren Werkzeugbau und die Ausbildungswerkstatt, aus der die hochqualifizierten Nachwuchskräfte rekrutiert werden. Neben dem Stammwerk in Herzebrock-Clarholz hat das Unternehmen noch ein Metallwerk in der Slowakei und ein Kunststoffspritzgießwerk in England.
Bürgermeister Jürgen Lohmann nutzte den Besuch des Staatssekretärs, um mit Nachdruck auf die Fortführung der Planungen zur B 64n hinzuweisen. Sie sei nicht zuletzt für die Verbindung der Wirtschaftszentren zwischen Münster und Bielefeld von enormer Bedeutung. Er appellierte an den Staatssekretär, sich dafür einzusetzen, dass die Straße bis zur formalen Planfeststellung weiter geplant werde, um den Bau bei einer wieder verbesserten Finanzlage ohne Verzögerung beginnen zu können.
Diesen Punkt griff Dr. Horzetzky auf und wies darauf hin, dass „alle Straßenprojekte für sich vernünftig seien, aber bei überschaubaren Finanzmitteln nicht vollständig verwirklicht werden könnten“. Wichtig sei es deshalb, klare Kriterien für die Prioritäten zu entwickeln, die dann auch von den Kommunen nachvollzogen werden können.





