Pressespiegel:
Türkisches Buffet beim 3. SPD-Schlossfest
50 Gäste erleben im Hof von Haus Werther praktisch gelebte Integration
Haller-Kreisbatt, 06.09.2010Werther (DHS). Ob rot-grüne Minderheitsregierung in NRW oder die umstrittenen Thesen des Noch-SPD-Mitgliedes Thilo Sarrazin aus Berlin, an Gesprächsthemen mangelte es auf dem 3. Schlossfest der SPD in Werther am Sonntag nicht. Rund 50 Gäste trafen sich dazu im Hof des Hauses Werther und freuten sich über strahlenden Sonnenschein.
Besonders auf die Sarrazin- These von den angeblich integrationsunwilligen türkischen Einwanderern hatte die SPD eine aus ihrer Sicht genau richtige Antwort. „Frauen der türkischen Gemeinschaft in Werther haben uns heute ein tolles Buffet zubereitet“, berichtete Bürgermeisterin Marion Weike. Vermittelt hatte den Kontakt die SPD-Ratsfrau Zülfiye Salikara. „Im Augenblick ist uns der Kontakt zur Landesebene besonders wichtig“, betonte Marion Weike. Folgerichtig hatte der SPD-Ortsverein die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Regina Kopp-Herr sowie Georg Fortmeier aus Bielefeld, und Angela Lück aus Löhne eingeladen.
Angela Lück hatte bereits am Freitag die SPD-Podiumsdiskussion zur Gesundheitspolitik in Werther besucht und berichtete von „spannenden und arbeitsreichen“ Tagen im Düsseldorfer Landtag. „Wir müssen wieder verstärkt mit den Menschen
in Kontakt kommen“, forderte sie.
Das dürfe sich außerdem nicht nur auf die Wahlkampfzeiten beschränken, fügte sie hinzu. Einen „Umbruch in der SPD“ hat Bürgermeisterin Marion Weike in dem Zusammenhang beobachtet. Unter dem neuen Parteichef Sigmar Gabriel gebe es ein starkes Miteinander und gute Zusammenarbeit innerhalb der der Partei.
„Wir müssen Politik für die Menschen machen“, sagte Angela Lück und nannte die Schulpolitik
als Beispiel dafür. Hier müssten die Menschen mitgenommen werden, schloss sich Marion Weike der Forderung an. Nur wenn die Menschen das Gefühl hätten, dass ihre Interessen berücksichtigt und vertreten würden, dann sei die Politikverdrossenheit zu überwinden, zeigte sich die Verwaltungsleiterin überzeugt.